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Wir Katholiken haben sehr früh ein ungesundes Verhältnis zu Fragen entfaltet.
In der Katechese wird die Betonung darauf gelegt, die Antworten zu den Fragen zu lernen. Sie sind das Wesentliche. An die Fragen selbst, ob sie stimmig und lebensnah sind, verlieren wir kaum einen Gedanken.
Die Geschichten des Glaubens bringen uns dazu, mit unseren Annahmen zu ringen, zwingen uns, unsere bequemen einseitigen Bilder von uns selbst zu konfrontieren, treiben uns dazu, mit Gott zu ringen und führen uns zu der demütigen Realität, dass es jemanden gibt, der größer ist als wir selbst, und sogar Dinge, die größer sind als unsere persönlichen Anliegen. Sobald das geschieht, beginnen wir, die richtigen Fragen zu stellen. Wie Abraham Joshua Heschel schreibt: »Wir sind Gott näher, wenn wir Fragen stellen, als wenn wir glauben, die Antworten zu kennen.«
Das ist echter Glaube, und das ist harte Arbeit. Der Geschichtenerzähler Gottes tut auch heute noch das, was er in den Tagen des Evangeliums getan hat: Er stellt alle geerbten Annahmen, Ideen, Auslegungen und Konzepte auf den Kopf, die wir für unantastbar halten.
| Mo 19.01. | Wo bist du? (Gen 3) |
| Mo 09.02. | Wo ist Abel, dein Bruder? (Gen 4, 1-16) |
| Mo 09.03. | Wo ist Sarah, deine Frau? (Gen 18, 1-16) |
| Mo 13.04. | Liebst du mich mehr als diese? (Joh 21) |
| Mo 04.05. | Hast du den gesehen, den meine Seele liebt? (Hohelied1) |
| Mo 15.06. | Was ist dein Name? (Jakob und Mose) |
| Mo 07.09. | Ihr aber, für wen haltet ihr mich? (Mt 16) |
| Mo 19.10. | Was willst du hier, Elija? (1 Kön 19) |
| Mo 16.11. | Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? (Joh 4) |
jeweils von 10.00-16.00 Uhr im Saal St. Marien, Pallottistr. 2, Vallendar | Kosten: 20,00 € Kursgebühr, 15,00 € Mittagessen | Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC
Die Zeit des Advents weckt in uns die Sehnsucht, zu den Ursprüngen dieser Zeit zurückzukehren. Diese Sehnsuchtsspur führt uns zu (äußerer wie innerer) winterlicher Dunkelheit. Äußerlich kennen wir sie nicht mehr, innerlich überspielen wir sie meist. Die winterliche Dunkelheit aber, in der das Tageslicht auf ein Minimum zurückgeht, vermag erst unsere Augen und Herzen zu öffnen für das Licht, das uns geschenkt wird.
Die Alten vieler Kulturen wussten Lieder davon zu singen. Sie führen uns zu Urerfahrungen des Lichtes und können uns die Schätze der Dunkelheit zeigen. Sie weiten unsere Herzen für die Hoffnung auf das Licht, das sich uns naht.
Auf diesem Hintergrund laden wir Sie ein zu einem besonderen adventlichen Brunnentag mit einem alten Lied aus der dunklen Zeit.
| Mo 07.12. | »'Twas in the Moon of Wintertime« |
von 10.00-16.00 Uhr im Saal St. Marien, Pallottistr. 2, Vallendar | Kosten: 20,00 € Kursgebühr, 15,00 € Mittagessen | Leitung: Rosemarie Monnerjahn und Erik Riechers SAC
»Sie brauchen etwas von Gott und bitten ihn darum; sie wollen sein Missfallen nicht auf sich ziehen und tun daher ihre Pflicht; sie erweisen ihm in gewisser Weise ihren Respekt (nicht zu lange; was gesagt werden muss, ist gesagt, und sicherlich wird auch er einsehen, dass wir nicht viel Zeit haben und Wichtigeres zu tun haben). Und dieser Besuch im höchsten Amt der Welt (man hat den Eindruck, dass er eine enorme Anzahl von Bitten hört und sehr mittelmäßig arbeitet) und diese offiziellen Ehrerbietungen gegenüber dem höchsten Herrscher der Welt, um nicht in Ungnade zu fallen (denn das könnte nach dem Tod gefährlich sein – man weiß ja nie), werden als Gebet bezeichnet. O Gott, das ist kein Gebet, sondern die Hülle eines Gebets, eine Täuschung.«
Karl Rahner
In den Worten des Propheten Jeremia hören wir das Gebet eines Menschen, der sein Herz vor Gott ausschüttet. Brutal ehrlich, erzählt er keine Lügen und weigert sich, die Wahrheit über seine Situation zu beschönigen. Er bringt seine Wut vor Gott. Er lässt Gott die ganze Fülle seiner Rachsucht und Wut spüren. Wenn wir seine Worte paraphrasieren, können wir mit schockierender Klarheit besser verstehen, was dieser Mann zu Gott sagt. »Gott, du bist ein Verführer und hast mich in die Irre geführt. Du bist ein Tyrann, der mich manipuliert hat, um zu bekommen, was du willst. Ich kann mich in Jerusalem nicht mehr blicken lassen, denn ich bin zum Gespött der ganzen Stadt geworden. Und das alles wegen dir. Es ist alles deine Schuld.« (vgl. Jer 20, 7-8)
Unsere Nerven liegen blank, wenn wir solche Worte an Gott gerichtet hören. Aber das Problem liegt bei uns und nicht bei Jeremia. Im Gegensatz zu den meisten von uns scheut er sich nicht, Gott gegenüber offen, ehrlich und direkt zu sein und seine konkreten und sehr realen Einstellungen und Gefühle zu seiner sehr realen Situation zum Ausdruck zu bringen. In dem Propheten sehen wir die Ablehnung dessen, was Karl Rahner als »nutzlose und lügnerische Gebete« bezeichnet hat.
| Sa 28.03. | Ein altes Testament für eine neue Sprache vor Gott |
| Sa 17.10. | Die Bilder und Worte Jesu in den Mund nehmen |
Von 10.00–16.00 Uhr im Kloster St. Dominikus, Datteln | Leitung: Erik Riechers SAC, Sylvia Ditt, Sr. Andrea OP und Sr. Josefa OP
Anmeldungen: Lebensquell Kloster St. Dominikus, Klosterstraße 7, 45711 Datteln-Meckinghoven
Telefon 02363 7286828, Email: info@lebensquell-st-dominikus.de